Ich will Holunderblütensirup machen und Erdbeerkuchen backen. Das geht aber erst, wenn ich euch endlich mein Spargelrezept gezeigt habe, das seit Tagen in der Warteschleife hängt. Sonst ist die Saison vorbei und keinen interessiert’s mehr. Also bitte, all eyes on: meine Spargelbrote mit Kräuter-Vinaigrette. In der Hauptrolle: Die Vinaigrette. Um die geht’s nämlich eigentlich, weil sie (zumindest kurzfristig) dazu beigetragen hat, den Kräuter-Dschungel auf meiner Terrasse zu lichten. Dieses Sonne/Regen/Sonne/Regen der letzten Tage lässt Mr. Basilikum & Co. nämlich schneller wachsen als ich’s verarbeiten kann. Wer also Ideen für langfristige Lösungen hat (Pesto? Trocknen? Öl?) – immer her damit!
Tiramisu-Torte
“Der Sommer kommt”, schallt’s männlich/trainiert vom Nebentisch, während ich mit der Arbeitskollegin über die Tiramisu-Torte schwärme, “wisst ihr, was das heißt?” Und ich so: “Noch mehr Desserts?” “Wie könnt ihr die ganze Zeit über Desserts reden?” Wie kann er’s nicht? Ist ganz einfach, genauso wie dieses dezente Törtchen. Übrigens meine Premiere, Tiramisu gab’s sonst immer nur beim Heurigen (kein Schmäh) und dann auch eher für meine Geschwister. Aber selber machen? Mit einem halben Kilo Mascarpone? Und rohen Eiern?? Sonst nix?? Ok.
Steak-Burger mit Rucola & Grana
Juhuu, ich habe einen grünen Daumen! Und ja, dieser Umstand ist durchaus eine Jubelmeldung wert, denn das war nicht immer so, fragt die Frau Mama. Seit ich allerdings eine Terrasse habe, kommt mir das gute Stück mehr als gelegen, so gibt’s bei uns im Frühling/Sommer nämlich immer frische Kräuter, Cocktailtomaten, jede Menge Beeren, Vogerlsalat und seit heuer auch einen Feigenbaum. Und weil Gartenarbeit hungrig macht, braucht’s (neben dem einen oder anderen Gläschen Wein oder Prosecco) auch eine ordentliche Stärkung. Diesen Steak-Burger zum Beispiel, den sich O. und ich letztes Wochenende zum “Terrassen-Saisonauftakt” genehmigt haben.
Boeuf Bourguignon à la {Julia Child} mit selbstgemachtem Baguette
Ich hatte in der Schule fünf Jahre lang Französisch und kann euch heute nur noch sagen, wie ich heiße, wo ich wohne und euch bei einer Stadtführung durch Wien auf die Fiaker im Straßenverkehr aufmerksam machen. Dabei hatte ich anno dazumal die komplette Ringstraße auf Lager, jedes einzelne Gebäude und selbst eine Kurzgeschichte über das Maria-Theresien-Denkmal zwischen dem Natur- und Kunsthistorischen Museum wäre drin gewesen. Aber nein, das einzige was dauerhaft hängen bleibt, ist “C’est un fiacre devant nous. Les touristes aiment a promener avec le fiacre mais pour la circulation c’est trés embêtant.” Der Wahnsinn, oder? Als würde man diesen Satz permanent brauchen. Wenn interessiert es schon, wo der Stephansdom ist, ob man zur U-Bahn vorne links oder rechts abbiegen muss oder ob der Apfelstrudel im Café Central oder im Café Korb besser ist? Hauptsache unsere französischen Gäste übersehen nicht, dass wir nach wie vor Pferde vor Kutschen spannen. Boeuf Bourguignon habe ich aber trotzdem verstanden, keine Sorge, da kommt jetzt nicht irgendein zusammengepanschtes Rezept. Das weiß man als Hobbyköchin zur Not nämlich auch ohne Französischkenntnisse. Und wenn nicht, hilft Julia Child mit englischen Übersetzungen nach, also spätestens bei Beef Stew in Red Wine with Bacon, Onions and Mushrooms sollte es dann klingeln.
Süßer Apfel-Flammkuchen mit Karamell & Walnüssen
Ich habe einen Pizzastein und war Cocktail trinken. Zusammen ergibt das wunderbar zartknusprigen Flammkuchen. Klingt unlogisch? Dann lasst es mich einfach mal so erklären: katha rief vor kurzem zum gemeinschaftlichen Pizzastein bestellen und halb Wien ist ihrem Aufruf gefolgt. Darunter auch ich. Wenige Tage später waren O. und ich dann bei einem Blogger Cocktail im Joma, was ihr unter anderem hier bei Chilexion’S nachlesen könnt. Und damit wären wir auch schon an dem Punkt angelangt, an dem sich der Kreis Pizzastein/Cocktail/Flammkuchen schließt: Zu den Drinks wurden nämlich Flammkuchen serviert, zuerst pikante und dann eine süße Version, genannt “Apfelstrudel reloaded”. Und weil der so dermaßen gut war und wir vom Pizzastein-Pizzagenuss gar nicht genug bekommen können, haben O. und ich ein wenig experimentiert und in Anlehnung an die Joma-Variante dieses sagenhaft gute Flammkuchen-Rezept für euch gezaubert.
Buttermilchgugelhupf mit Granatapfelglasur
Gugelhupf geht immer. Macht ja auch ordentlich was her, findet ihr nicht? Vor allem wenn man ihn glasiert, zum Beispiel mit Schokolade oder wie ich mit einer zuckerlrosa Granatapfelglasur. Wichtig ist halt nur, dass unter dem „Hauberl“ auch ein richtig guter Gugelhupf steckt. Denn nichts ist schlimmer, als ein trockener, bröseliger oder gar bampfig-klebriger Kuchen. Da hilft dann auch der beste Überzug nichts. Schön flaumig muss er sein, und da habe ich bis jetzt eigentlich noch nie danebengegriffen; nicht beim Marmorgugelhupf-Rezept von Adi Bittermann (aus seiner Wiener Küche) und auch nicht bei diesem Buttermilchgugelhupf. Wer also für die Familienjause am Wochenende noch nicht weiß, was er auftischen soll: Dieses Rezept hier wäre ein heißer Tipp!
Manhattan Clam Chowder & kathas no-knead-bread
Selbst gebackenes Brot macht süchtig. Schon einmal probiert? Dann nichts wie ran an kathas fantastisches no-knead-bread, adaptiert nach dem Original von U.S. Bäcker Jim Lahey: Kein Schnickschnack bei den Zutaten, kein tagelanges Sauerteig ansetzen, kein Tamtam bei der Zubereitung. Nur verrühren, ruhen lassen, falten, ruhen lassen, backen. Das Ergebnis ist ein herrlich knuspriges Brot, das man am besten ganz schlicht mit Butter oder als Beilage zu dieser ebenso einfachen und schnell zubereiteten Manhattan Clam Chowder genießt. Die stammt in dieser “roten” Version übrigens auch aus den USA, wo Mitte des 19. Jahrhunderts eingewanderte Italiener die Tomate als Zutat populär gemacht haben. Die eigentliche Clam Chowder wurde nämlich (vermutlich von französischen Seefahrern) mit Milch zubereitet.
Apfelstrudel, einmal klassisch, einmal betont winterlich
Ein Klassiker der österreichischen Mehlspeisküche, den es bei mir auf jeden Fall mit Rosinen und – ich gestehe – im Moment auch noch mit fertigem Teig gibt. Strudel selber ziehen hat bislang nämlich noch nicht so gut geklappt, das Ergebnis glich mehr einem Brot- als einem hauchdünnen Strudelteig. Übrigens war der Apfelstrudel im August 2011 mein allererstes Posting, dem ich heute einen neuen Look verpasst und durch eine winterliche Variante ergänzt habe.
Be my Valentine: Stracciatella-Himbeercreme-Torte zum Valentinstag
Valentinstag naht und auch wenn wir diesen Tag vielleicht nicht sooo intensiv zelebrieren, wie manch’ andere Länder, ist gegen eine kleine Aufmerksamkeit für die/den Liebste/n nichts einzuwenden, oder? Vor allem wenn diese “Aufmerksamkeit” die Form eines mehrstöckigen Stracciatella-Kuchens mit Himbeercreme hat. Wobei man für diesen Traum in Pink nicht unbedingt auf den 14. Februar warten muss, der schmeckt genauso gut an jedem anderen Tag, mit oder ohne Anlass.
Schwedische {Kanelbullar}, eigentlich Schnecken, bei mir Knöpfe
Schnecken? Knoten? Brötchen? Haufen (Vorschlag O.)? Irgendwie will mir der passende Begriff für die Form dieser Hefeteilchen mit Mandel-Zimt-Füllung nicht in den Sinn kommen. Irgendwann entscheide ich mich dann für Knöpfe, oder eher Knöpfchen, wenn der Name auch gleich Aufschluss über die Größe geben soll. Leichter wär’s natürlich mit dem schwedischen Original “Kanelbullar”, aber das wäre ja nur zur Hälfte richtig, weil Zutaten: ja, Schneckenform: nein. Im Endeffekt aber auch wurscht, schmecken müssen sie, und das tun sie.










