Triple Fried Pommes frites

Was Pommes mit Grappa zu tun haben? Eigentlich nicht viel, außer dass sich das Papier, in der die Grapperia Nardini ihre Flaschen verpackt, hervorragend als Unterlage für Food Fotos eignet – und O. für Grappa wie Pommes eine besondere Vorliebe entwickelt hat. Vorausgesetzt natürlich die Fritten sind triple fried, nicht mehr (das hält sogar er für übertrieben) und nicht weniger (sonst sind sie lätschert). Na gut, vielleicht könnten die Erdäpfel noch von den oberen Regionen hügeliger Felder stammen, das wäre natürlich das Optimum, so hat er es kürzlich in “Hitze” von Bill Buford gelesen. Klingt dann für mich zwar mehr nach “Besessenheit” als nach “Vorliebe”, aber hey!, jeder von uns braucht ein Hobby, oder?

Weiterlesen

Print Friendly

{Strada del Prosecco} & ein Rezept für Erdäpfel-Kürbis-Gnocchi mit Salbei-Butter

“Prosecco ist alles”, erklärt Annarita zum gefühlten zehnten Mal und mit unüberhörbarem Nachdruck in der Stimme, ehe la mia famiglia und ich den Sprudel in unserer Hand endlich richtig benennen. Wir sitzen auf der Terrasse des Agriturismo Althe’a mit Blick auf die Chiesa di San Pancrazio in Formeniga, vor uns aufgereiht eine Auswahl der Althe’a Weine. Unweigerlich fällt mir der Vergleich ein, wenn jemand in Wien einen simplen “Kaffee” bestellt. Keine Sorge, wird umgehend beschwichtigt, selbst Italiener wissen oft nicht, dass Prosecco einst für die weiße Rebsorte (nun Glera genannt) und heute für das Anbaugebiet steht, und nicht für das Getränk per se. Was wir in der Hand halten ist also in erster Linie nach dem Kohlensäuregehalt zu unterscheiden und heißt demnach entweder Vino, Vino Frizzante (Perlwein) oder Vino Spumante (Schaumwein). Im zweiten Schritt folgt dann die Unterscheidung von Spumante nach dem Restzuckergehalt in Gramm pro Liter: Brut enthält 0-12 g/l, Extra Dry 12-17 g/l und Dry 17-32 g/l. Wie selbstverständlich bestätigen wir Annaritas Erfahrung, dass Österreicher zum Brut und Italiener zum Extra Dry tendieren, und kaufen – auch auf den folgenden Weingütern – kistenweise Spumante mit niedrigem Restzuckergehalt. Weiterlesen

Print Friendly

Fisolen-Wildkräutersalat mit Zwetschken & Feta

Wenn einem das Hundesitten übers Wochenende nach Hinterbrühl führt, will die freie Zeit sinnvoll genutzt werden. Das heißt in meinem Fall, dass ich mich auf die Suche nach urigen Wirtshäusern, Hofläden und Bauernmärkte in der Umgebung mache – mit Erfolg: Freitag Nachmittag ging es nach dem Tipp einer Arbeitskollegin nach Mönichkirchen am Wechsel (ok, nicht ganz so nah, aber hey! Hinterbrühl ist ein guter Ausgangspunkt), wo ihre Eltern seit über 40 Jahren den Gasthof Rois betreiben. Während Mama Henriette die Küche schupft und im gemütlichen Gastraum bodenständige Hausmannskost serviert, kümmert sich Papa Hans nebenan um die Greißlerei. Die frischen steirischen Zwetschken konnten wir dort natürlich nicht zurück lassen. Samstag Früh dann ab auf Fritzis Bauernmarkt gegenüber der Kirche in Hinterbrühl für Ochsenherztomaten, Hokkaidokürbis, Fisolen, Maiskolben und frische Kräuter. Kurze Zeit später stehe ich schließlich mit vollem Einkaufskorb im Bio-Hofladen Annahof, darin ein Feta, dessen Verwendung ich bereits klar vor Augen hatte…

Weiterlesen

Print Friendly

Kürbisblüten mit Eierschwammerl-Ricotta-Füllung

Ich glaube ja, dass ich das, was gleichzeitig blüht und gedeiht, auch miteinander kombinieren kann. Darum habe ich letztes Jahr trotz Skepsis von O. den Kürbis in die Ravioli gepackt und die zur selben Zeit gebrockten Eierschwammerl dazu serviert. Und oh! ah! siehe da! – es schmeckt. Da der warme Winter die Schwammerlsaison heuer aber etwas vorgezogen hat, drehen wir den Spieß einfach um und füllen die seit Wochen sprießenden Pilze einfach in Kürbisblüten. Klappt genauso gut.

Weiterlesen

Print Friendly

Powidltascherl mit Haselnussbrösel

Wenn dem Wiener was powidl is’, so ist es ihm schlichtweg blunzen, egal, es interessiert ihn nicht. Das gilt allerdings nicht für den Powidl per se, der in der österreichisch-böhmischen Küche in zahlreiche Mehlspeisen gefüllt oder dazu gereicht wird, etwa Datschgerl (Erdäpfelteigtaschen), Germknödel, Buchteln, Pofesen, Krapfen und Liwanzen. Die Herstellung von Powidl ist zwar – um im Wienerischen zu bleiben – eine Mörderhackn, geschmacklich ist der eigene dem gekauften aber weit überlegen.

Weiterlesen

Print Friendly

Pecorino-Tortellini mit Marillen & grünem Pfeffer

Demletzt im Pasta… e Basta auf der Tageskarte: Pecorino-Ravioli mit Marillen und grünem Pfeffer. Na wenn das nicht nach nachkochen schreit! Musste nur noch ein Marillenbaum und ein kletterfreudiger O. her. Beide waren schnell gefunden, haben wir doch dort, wo wir letztes Jahr Zwetschgen und Mirabellen gepflückt haben, heuer auch zwei Marillenbäume entdeckt. Leider eine Spur zu spät, da die Früchte schon recht überreif waren, doch für ein Abendessen hat unsere kleine Ausbeute allemal gereicht.

Weiterlesen

Print Friendly

Litschi-Ribisel-Cupcakes

Urban Gardening XXL: Seit wenigen Wochen betreibt der Verein Karls Garten rund um die Kunsthalle Wien am Karlsplatz einen Stadtgarten mit über 50 Obst-, Gemüse- und Getreidesorten, zwei Bienenstöcken und einem “Beet” voll Wiener Schnecken.
O. und fünf weitere Studentinnen aus unterschiedlichen Studienrichtungen unterstüzten das Projekt nicht nur handwerklich – etwa mit dem Bau von Insektenhotels und einem Vertical Garden – sondern begleiten es auch im Rahmen ihrer Diplomarbeiten. Nun hat er stolz seine erste Ernte nach Hause gebracht, darunter eine gute Portion Ribiseln zu meiner freien Verfügung.

Weiterlesen

Print Friendly

Rhabarber Gin Fizz

Ich weiß nicht mehr wo ich es gelesen habe, aber angeblich ist Gin Fizz heuer ebenso angesagt wie Gin Tonic. Soll mir recht sein, immerhin war der “gespritzte Gin Sour” vor nicht allzu langer Zeit einer meiner Lieblingsdrinks. Allerdings hat er beim aktuellen Gin Tonic Hype noch einiges aufzuholen, weshalb ich mit diesem Rezept gleich einmal nachhelfen möchte. Wer den klassischen Gin Fizz schon kennt oder einfach variieren möchte, ersetzt den Zuckersirup im Orginalrezept nach Belieben durch einen anderen, idealerweise selbstgemachten Sirup, etwa wie hier durch Rhabarbersirup, Beeren- oder auch Holunderblütensirup (“Elderflower Fizz”).

Weiterlesen

Print Friendly