Rezension {Auf die Hand} & das Rezept für Burger “Shiso-Style”

Vor Stevan Pauls Auf die Hand habe ich in meinem Leben noch nie ein Kochbuch gelesen. Und damit meine ich wirklich gelesen, von Seite eins bis x, wie einen Roman vor dem Schlafengehen, so lag das Buch auch allabendlich griffbereit auf meinem Nachtkastl. Die Erfahrung mit anderen Stevan Paul Werken wollte es so (Monsieur, der Hummer und ich und Schlaraffenland), viel zu viele spannende Hintergrundgeschichten wären sonst unentdeckt geblieben. Letzte Woche dann übersiedelte das über 280 Seiten starke Naschlagewerk der traditionellen und gegenwärtigen Street Food-Kultur in meine Küche, bereit, dem Besteck zu entsagen und die verlockendsten Burger, Sandwiches und Hot Dogs in Butterbrotpapier oder Servietten gewickelt direkt auf die Hand zu servieren.

Weiterlesen

Print Friendly

Rote Rüben Gnocchi mit Pancetta & Ziegenkäse

Erstaunlich, was man aus einem Kilo Rote Rüben alles machen kann: Melanies Wurzelgemüse, an die 350 Gnocchi (aus 2 kg Erdäpfel. Gut, dass sich die Dinger einfrieren lassen.), Nigel Slaters Rote Rüben-Schoko-Kuchen (aus dem restlichen Püree der Gnocchi Session), Risotto mit Heidelbeeren nach Aaron Waltl und schlussendlich auch noch ein Glas Essiggemüse. Jeweils für 4 Personen versteht sich. Wer noch mehr Rezeptideen braucht: Bei Ursula von soap|kitchen|style gibt’s Bruschetta mit roten Rüben, Apfel und Ziegenfrischkäse, der Statt Heuriger serviert Mittwoch bis Samstag Rote Rübe mit Büffelmozzarella und Thymian sowie Rote Rüben-Aufstrich von Mamsell auf Schwarzbrot mit geriebenem Kren bestreut, aus 2013 hätte ich noch meine Rote Rüben-Ravioli mit Mohnbutter im Angebot und natürlich brandaktuell die eingangs erwähnten Gnocchi mit Pancetta, Ziegenkäse und Rucola.

Weiterlesen

Print Friendly

Hot Dog Pop Up #wurschteln im {ZÅMM Coffee Collective} & das Rezept für Brühwürste

Vier Foodblogger (Toni, Bene, O. und ich) mit einer Vorliebe für selbstgemachte Würstel treffen auf einen Barista (Max) mit einem Faible für Craft Beer. Die Folge: Unser erstes Hot Dog Pop Up #wurschteln im ZÅMM Coffee Collective. Homemade Brühwürste aus Rind- und Schweinefleisch vom Biohof Harbich wurden in knusprige Ja! Natürlich Spitzbaguettes gepackt, dazu Senf, Tomatenpaste, karamellisierte Zwiebeln und Pressgurken – natürlich alles aus Eigenproduktion – und ein kühles IPA. Hipsterherz, was willst du mehr? Als Draufgabe dann noch der eigene Leberkäs’ im Semmerl mit Senf und Pfefferoni und die Gäste waren nicht mehr zu halten. O-Ton Mona (ZÅMM): “Hier sieht’s ja schlimmer aus als bei der Eröffnung.” Danke an alle, die sich mit uns an diese Premiere gewagt und unser Pop Up zu einem Erfolg gemacht haben. Seid versichert: Wir #wurschteln bald wieder.

Weiterlesen

Print Friendly

Rezension {Cake Pop Bakery}, das Rezept für Boo! & ein Gewinnspiel

Na gut, ich hatte einen Startvorteil für dieses Buch. Ich habe die Kunst des erfolgreichen cakepoppens von Julie und ihrer Mum Sonja höchstpersönlich gelernt, 2012 in einem ihrer Backkurse, damals noch in einem kleinen Atelier in der Zimmermanngasse. Der erste Cake Pop, ich erinnere mich, wurde zaghaft mit Zuckerstreusel dekoriert, die Mutigen unter uns setzten ihm noch ein selbst eingefärbtes Fondant-Blümchen auf. Dann ging alles recht schnell, vom Frosch zum Schaf quasi, vom Laien zum selbsternannten Profi, und das in wenigen Stunden, so sieht es auch die Kapitel-Aufteilung in “Cake Pop Bakery” vor: Take it easy. Try Harder. Be a Pro. Vergreift euch nicht am Brautpaar, wenn ihr die Marbles-Technik nicht beherrscht, lautet die goldene, nervenschonende Regel, dann wird eure erste Cake Pop Session auch nicht eure letzte sein. Weiterlesen

Print Friendly

Triple Fried Pommes frites

Was Pommes mit Grappa zu tun haben? Eigentlich nicht viel, außer dass sich das Papier, in der die Grapperia Nardini ihre Flaschen verpackt, hervorragend als Unterlage für Food Fotos eignet – und O. für Grappa wie Pommes eine besondere Vorliebe entwickelt hat. Vorausgesetzt natürlich die Fritten sind triple fried, nicht mehr (das hält sogar er für übertrieben) und nicht weniger (sonst sind sie lätschert). Na gut, vielleicht könnten die Erdäpfel noch von den oberen Regionen hügeliger Felder stammen, das wäre natürlich das Optimum, so hat er es kürzlich in “Hitze” von Bill Buford gelesen. Klingt dann für mich zwar mehr nach “Besessenheit” als nach “Vorliebe”, aber hey!, jeder von uns braucht ein Hobby, oder?

Weiterlesen

Print Friendly

{Strada del Prosecco} & ein Rezept für Erdäpfel-Kürbis-Gnocchi mit Salbei-Butter

“Prosecco ist alles”, erklärt Annarita zum gefühlten zehnten Mal und mit unüberhörbarem Nachdruck in der Stimme, ehe la mia famiglia und ich den Sprudel in unserer Hand endlich richtig benennen. Wir sitzen auf der Terrasse des Agriturismo Althe’a mit Blick auf die Chiesa di San Pancrazio in Formeniga, vor uns aufgereiht eine Auswahl der Althe’a Weine. Unweigerlich fällt mir der Vergleich ein, wenn jemand in Wien einen simplen “Kaffee” bestellt. Keine Sorge, wird umgehend beschwichtigt, selbst Italiener wissen oft nicht, dass Prosecco einst für die weiße Rebsorte (nun Glera genannt) und heute für das Anbaugebiet steht, und nicht für das Getränk per se. Was wir in der Hand halten ist also in erster Linie nach dem Kohlensäuregehalt zu unterscheiden und heißt demnach entweder Vino, Vino Frizzante (Perlwein) oder Vino Spumante (Schaumwein). Im zweiten Schritt folgt dann die Unterscheidung von Spumante nach dem Restzuckergehalt in Gramm pro Liter: Brut enthält 0-12 g/l, Extra Dry 12-17 g/l und Dry 17-32 g/l. Wie selbstverständlich bestätigen wir Annaritas Erfahrung, dass Österreicher zum Brut und Italiener zum Extra Dry tendieren, und kaufen – auch auf den folgenden Weingütern – kistenweise Spumante mit niedrigem Restzuckergehalt. Weiterlesen

Print Friendly

Fisolen-Wildkräutersalat mit Zwetschken & Feta

Wenn einem das Hundesitten übers Wochenende nach Hinterbrühl führt, will die freie Zeit sinnvoll genutzt werden. Das heißt in meinem Fall, dass ich mich auf die Suche nach urigen Wirtshäusern, Hofläden und Bauernmärkte in der Umgebung mache – mit Erfolg: Freitag Nachmittag ging es nach dem Tipp einer Arbeitskollegin nach Mönichkirchen am Wechsel (ok, nicht ganz so nah, aber hey! Hinterbrühl ist ein guter Ausgangspunkt), wo ihre Eltern seit über 40 Jahren den Gasthof Rois betreiben. Während Mama Henriette die Küche schupft und im gemütlichen Gastraum bodenständige Hausmannskost serviert, kümmert sich Papa Hans nebenan um die Greißlerei. Die frischen steirischen Zwetschken konnten wir dort natürlich nicht zurück lassen. Samstag Früh dann ab auf Fritzis Bauernmarkt gegenüber der Kirche in Hinterbrühl für Ochsenherztomaten, Hokkaidokürbis, Fisolen, Maiskolben und frische Kräuter. Kurze Zeit später stehe ich schließlich mit vollem Einkaufskorb im Bio-Hofladen Annahof, darin ein Feta, dessen Verwendung ich bereits klar vor Augen hatte…

Weiterlesen

Print Friendly

Kürbisblüten mit Eierschwammerl-Ricotta-Füllung

Ich glaube ja, dass ich das, was gleichzeitig blüht und gedeiht, auch miteinander kombinieren kann. Darum habe ich letztes Jahr trotz Skepsis von O. den Kürbis in die Ravioli gepackt und die zur selben Zeit gebrockten Eierschwammerl dazu serviert. Und oh! ah! siehe da! – es schmeckt. Da der warme Winter die Schwammerlsaison heuer aber etwas vorgezogen hat, drehen wir den Spieß einfach um und füllen die seit Wochen sprießenden Pilze einfach in Kürbisblüten. Klappt genauso gut.

Weiterlesen

Print Friendly