Wenn’s eigene Erdbeerkistl nicht reicht, heißt’s ab nach Breitenlee zum Bio-Selbsterntefeld der Erdbeerwelt. Dafür aber bitte folgendes beachten: Schnell sein, denn viel ist nicht mehr da, oder warten, bis wieder genug nachgereift ist. Wer’s nicht abwarten kann, sollte ausreichend Zeit mitbringen, denn so verstreut wie die reifen Früchte sind, wird’s etwas dauern, bis die 2 Kilo, die im Eintrittspreis inkludiert sind, gepflückt sind. Ein Geheimtipp sind übrigens die Reihen links außen nahe der Straße, jene entlang der Bewässerungsrohre sowie die wild wuchernden Pflänzchen in der hohen Wiese zwischen Erdbeerfeld und Obstbäume. Festes, aber vor allem unempfindliches Schuhwerk mitnehmen, sollte man trotz aller Vorsicht doch mal auf eine Erdbeere steigen. Falls das Erdbeerfeld nicht ergiebig genug ist, zweites Holzkörberl mitnehmen bzw. an der Kassa mitgeben lassen und rauf auf die Kirschbäume. Ja, rauf, weil die unteren Äste ebenso abgegrast sind wie das Feld. Erbeutete Köstlichkeiten sicher nach Hause transportieren, wobei ein Fahrrad – wie in meinem Fall – leider kein optimales Transportmittel ist; zu viel Erschütterung dank Bodenwellen, wodurch die zarten Beeren leider recht stark gequetscht wurden. Zu Hause angekommen die Früchte rasch verarbeiten, zu Marmelade (sehr zu empfehlen: Erdbeer-Kirsch mit Minze), Erdbeerknödel (Topfenteig wie bei Marillenknödel) oder einer leckeren Torte, ganz egal ob Cheesecake, Erdbeertorte vom Plachutta oder Limoncello Sponge Cake.
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Freestyle Kümmelbraten mit Semmelknödel & Speckkrautsalat
Kennt ihr die Szene aus “Cast Away”, in der Tom Hanks – gestrandet auf einer einsamen Insel – zum ersten Mal Feuer macht und seinen Erfolg auch gleich lautstark in die Nacht hinaus schreit? So ähnlich ging es mir demletzt auch, also das mit dem Erfolg rausbrüllen meine ich, nicht die Sache mit der Insel und dem Feuer, denn: ICH HABE SCHWEINSBRATEN GEEMAAACHT! Allerdings einen nach Lust und Laune zusammen gewürfelten, denn woher soll man’s bitte wissen, wenn’s in den Kochbüchern der Damen und Herren Wiener, Bittermann und wie sie nicht alle heißen gefühlte 100 verschiedene Versionen gibt und der Herr Papa – DER Bratenexperte schlechthin – auf Thermenurlaub und damit über Stunden nicht erreichbar ist?? Also einfach mal überlegt, was mir im sonntäglichen Familienbräter regelmäßig unterkommt, gepaart mit der einen oder anderen Zutat, die ich irgendwo in den zig Rezepten aufgeschnappt habe plus wenig Kümmel – weil persönliche Abneigung seit Kindheitstagen – ergibt: meinen freestyle Kümmelbraten!
Friend’s Best: Bettina & die Sachertorte
Friend’s Best, das sind Gastbeiträge von Freunden, die mit mir gemeinsam ihre Lieblingsrezepte zubereiten, um sie euch anschließend hier auf meinem Blog vorzustellen. Den Anfang macht lovely Bettina, ehemalige Studienkollegin und CupCakes-Backkurs-Mitstreiterin. Ihr signature dish: Sachertorte. “Seit ich denken kann backt sie meine Mama zu meinem Geburtstag. Eine Amberger’ische Familientradition sozusagen. Und ehrlich gesagt gibt’s für mich seither auch nichts schöneres als Sachertorte zum Geburtstag – und an den darauffolgenden Tagen zum Frühstück. Je älter ich dann wurde, umso öfter habe auch ich mich an die Zubereitung gewagt. Mittlerweile bekomme ich sie sogar besser gebacken als meine werte Frau Mama!” Und definitiv besser als das Original, das mit seinem festen Teig und der viel zu dicken und picksüßen Glasur so überhaupt keine Chance gegen Bettinas Version hat…
Spargel mit Kräuter-Vinaigrette & gehacktem Ei
Ich will Holunderblütensirup machen und Erdbeerkuchen backen. Das geht aber erst, wenn ich euch endlich mein Spargelrezept gezeigt habe, das seit Tagen in der Warteschleife hängt. Sonst ist die Saison vorbei und keinen interessiert’s mehr. Also bitte, all eyes on: meine Spargelbrote mit Kräuter-Vinaigrette. In der Hauptrolle: Die Vinaigrette. Um die geht’s nämlich eigentlich, weil sie (zumindest kurzfristig) dazu beigetragen hat, den Kräuter-Dschungel auf meiner Terrasse zu lichten. Dieses Sonne/Regen/Sonne/Regen der letzten Tage lässt Mr. Basilikum & Co. nämlich schneller wachsen als ich’s verarbeiten kann. Wer also Ideen für langfristige Lösungen hat (Pesto? Trocknen? Öl?) – immer her damit!
Tiramisu-Torte
“Der Sommer kommt”, schallt’s männlich/trainiert vom Nebentisch, während ich mit der Arbeitskollegin über die Tiramisu-Torte schwärme, “wisst ihr, was das heißt?” Und ich so: “Noch mehr Desserts?” “Wie könnt ihr die ganze Zeit über Desserts reden?” Wie kann er’s nicht? Ist ganz einfach, genauso wie dieses dezente Törtchen. Übrigens meine Premiere, Tiramisu gab’s sonst immer nur beim Heurigen (kein Schmäh) und dann auch eher für meine Geschwister. Aber selber machen? Mit einem halben Kilo Mascarpone? Und rohen Eiern?? Sonst nix?? Ok.
Steak-Burger mit Rucola & Grana
Juhuu, ich habe einen grünen Daumen! Und ja, dieser Umstand ist durchaus eine Jubelmeldung wert, denn das war nicht immer so, fragt die Frau Mama. Seit ich allerdings eine Terrasse habe, kommt mir das gute Stück mehr als gelegen, so gibt’s bei uns im Frühling/Sommer nämlich immer frische Kräuter, Cocktailtomaten, jede Menge Beeren, Vogerlsalat und seit heuer auch einen Feigenbaum. Und weil Gartenarbeit hungrig macht, braucht’s (neben dem einen oder anderen Gläschen Wein oder Prosecco) auch eine ordentliche Stärkung. Diesen Steak-Burger zum Beispiel, den sich O. und ich letztes Wochenende zum “Terrassen-Saisonauftakt” genehmigt haben.
Boeuf Bourguignon à la {Julia Child} mit selbstgemachtem Baguette
Ich hatte in der Schule fünf Jahre lang Französisch und kann euch heute nur noch sagen, wie ich heiße, wo ich wohne und euch bei einer Stadtführung durch Wien auf die Fiaker im Straßenverkehr aufmerksam machen. Dabei hatte ich anno dazumal die komplette Ringstraße auf Lager, jedes einzelne Gebäude und selbst eine Kurzgeschichte über das Maria-Theresien-Denkmal zwischen dem Natur- und Kunsthistorischen Museum wäre drin gewesen. Aber nein, das einzige was dauerhaft hängen bleibt, ist “C’est un fiacre devant nous. Les touristes aiment a promener avec le fiacre mais pour la circulation c’est trés embêtant.” Der Wahnsinn, oder? Als würde man diesen Satz permanent brauchen. Wenn interessiert es schon, wo der Stephansdom ist, ob man zur U-Bahn vorne links oder rechts abbiegen muss oder ob der Apfelstrudel im Café Central oder im Café Korb besser ist? Hauptsache unsere französischen Gäste übersehen nicht, dass wir nach wie vor Pferde vor Kutschen spannen. Boeuf Bourguignon habe ich aber trotzdem verstanden, keine Sorge, da kommt jetzt nicht irgendein zusammengepanschtes Rezept. Das weiß man als Hobbyköchin zur Not nämlich auch ohne Französischkenntnisse. Und wenn nicht, hilft Julia Child mit englischen Übersetzungen nach, also spätestens bei Beef Stew in Red Wine with Bacon, Onions and Mushrooms sollte es dann klingeln.
Süßer Apfel-Flammkuchen mit Karamell & Walnüssen
Ich habe einen Pizzastein und war Cocktail trinken. Zusammen ergibt das wunderbar zartknusprigen Flammkuchen. Klingt unlogisch? Dann lasst es mich einfach mal so erklären: katha rief vor kurzem zum gemeinschaftlichen Pizzastein bestellen und halb Wien ist ihrem Aufruf gefolgt. Darunter auch ich. Wenige Tage später waren O. und ich dann bei einem Blogger Cocktail im Joma, was ihr unter anderem hier bei Chilexion’S nachlesen könnt. Und damit wären wir auch schon an dem Punkt angelangt, an dem sich der Kreis Pizzastein/Cocktail/Flammkuchen schließt: Zu den Drinks wurden nämlich Flammkuchen serviert, zuerst pikante und dann eine süße Version, genannt “Apfelstrudel reloaded”. Und weil der so dermaßen gut war und wir vom Pizzastein-Pizzagenuss gar nicht genug bekommen können, haben O. und ich ein wenig experimentiert und in Anlehnung an die Joma-Variante dieses sagenhaft gute Flammkuchen-Rezept für euch gezaubert.
Buttermilchgugelhupf mit Granatapfelglasur
Gugelhupf geht immer. Macht ja auch ordentlich was her, findet ihr nicht? Vor allem wenn man ihn glasiert, zum Beispiel mit Schokolade oder wie ich mit einer zuckerlrosa Granatapfelglasur. Wichtig ist halt nur, dass unter dem „Hauberl“ auch ein richtig guter Gugelhupf steckt. Denn nichts ist schlimmer, als ein trockener, bröseliger oder gar bampfig-klebriger Kuchen. Da hilft dann auch der beste Überzug nichts. Schön flaumig muss er sein, und da habe ich bis jetzt eigentlich noch nie danebengegriffen; nicht beim Marmorgugelhupf-Rezept von Adi Bittermann (aus seiner Wiener Küche) und auch nicht bei diesem Buttermilchgugelhupf. Wer also für die Familienjause am Wochenende noch nicht weiß, was er auftischen soll: Dieses Rezept hier wäre ein heißer Tipp!
Manhattan Clam Chowder & kathas no-knead-bread
Selbst gebackenes Brot macht süchtig. Schon einmal probiert? Dann nichts wie ran an kathas fantastisches no-knead-bread, adaptiert nach dem Original von U.S. Bäcker Jim Lahey: Kein Schnickschnack bei den Zutaten, kein tagelanges Sauerteig ansetzen, kein Tamtam bei der Zubereitung. Nur verrühren, ruhen lassen, falten, ruhen lassen, backen. Das Ergebnis ist ein herrlich knuspriges Brot, das man am besten ganz schlicht mit Butter oder als Beilage zu dieser ebenso einfachen und schnell zubereiteten Manhattan Clam Chowder genießt. Die stammt in dieser “roten” Version übrigens auch aus den USA, wo Mitte des 19. Jahrhunderts eingewanderte Italiener die Tomate als Zutat populär gemacht haben. Die eigentliche Clam Chowder wurde nämlich (vermutlich von französischen Seefahrern) mit Milch zubereitet.










